Pirate Summit 2016 – Die ideale Plattform für Startups, Investoren und Corporates

Der Pirate Summit in Köln hat sich in den letzten Jahren zu einem Muss für Kenner der deutschen und europäischen Startup-Szene entwickelt. Und auch immer mehr Investoren und Corporate-Vertreter kommen nach Köln-Nippes auf den alten Schrottplatz Odonien, um sich über die neuesten Technologie-Trends auszutauschen und interessante Startups für ihr Investment-Portfolio oder Kooperationen zu entdecken. Das Team des Pirate Summit wählt die Teilnehmer dabei sorgfältig aus dem Bewerberfeld aus, um eine gute Durchmischung der Gäste und somit Networking auf höchstem Niveau zu bieten.

In gewohnt lockerer Atmosphäre treffen sich die Vertreter verschiedenster Branchen, um aktuelle Trends und Entwicklungen zu diskutieren. Startups gehen auf die Suche nach Investoren, die wiederum passenden Startups suchen, in die sie investieren können oder die sie zumindest auf ihre Beobachtungsliste setzen möchten.

Anders als in den letzten Jahren war der Pirate Summit diesmal Teil der Heißwetter-Periode und vor allem die schattigen Plätze in den Nebenräumen waren sehr begehrt. Dort fand am ersten Tag auch die Walk the Plank Competition statt, im Rahmen deren mehr als 70 Startups aus der ganzen Welt um den Sieg pitchten. Als Preis winkte eine dreitägige, maßgeschneiderte Reise nach u.a. London, um Risikokapitalgeber gezielt kennenzulernen. Mit dabei beim Wettbewerb waren auch Reparando aus Stuttgart, die sich bei unserem Pitch-Vorevent am 19. Juli einen Platz auf der Schiffsplanke gesichert hatten. Das Team kam sogar am Ende unter die Top 10 und durfte am zweiten Tag im Finale nochmals vor großem Publikum pitchen. Den Sieg nahm am Ende allerdings LeanIX aus Bonn mit ihrem Enterprise Architecture Lösung mit nach Hause.

 

Daneben gab es viele spannende Talks zu aktuellen Themen rund um Fintech, Insurtech und Künstliche Intelligenz, aber auch zu einigen der Initiativen, die sich mit der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa beschäftigen. Meine persönlichen Highlights waren u.a. Fred Destins Keynote zu ‚Surviving your first 24 months’ (as a startup) und Pieter Levels Erfahrungsbericht zum Bootstrapping von Nomad List. Nachdem Destin vergangenes Jahr bereits super Einblicke in den Fundraising-Prozess gegeben hatte, machte er dieses Jahr nochmal deutlich, dass aus seiner Sicht Talent, Zeit, Geld und Fokus die vier wichtigsten Faktoren für das Überleben und hoffentlich anschließend den Erfolg eines Startups sind. Levels hingegen machte deutlich, dass er nichts von der Abhängigkeitsbeziehung mit Investoren hält und seine durch Zufall entstandene Plattform für digitale Nomaden auch weiterhin aus dem eigenen Cashflow wachsen lassen wird. Verpasst habe ich leider den Ignite-Talk von Marthe-Victoria Lorenz darüber, wie sie und ihr Team fairplaid zur größten deutschen Crowdfunding-Plattform für Sportprojekte entwickelt hat.

Aber wie bei so vielen Startup-Konferenzen sind es am Ende vor allem die Kontakte und guten Gespräche mit Gleichgesinnten und Visionären außerhalb des Rahmenprogramms, die wirklich zählen. So hat die Pirate Crew sich zum Ziel gesetzt, mit dem Pirate Summit auch zukünftig eine außergewöhnliche Plattform zu bieten, um wertvolle Kontakte zwischen spannenden Persönlichkeiten herzustellen (sog. meaningful connections). Das hat sie bisher und auch dieses Jahr wieder wunderbar hinbekommen. Glückwunsch und auf ein Neues nächstes Jahr. ARRR!

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