Startup der Woche: fournova und ihre Software zur Versionskontrolle

fournova ist unser Stuttgarter Startup der Woche. Das Team um Tobias Günther hat eine Software zur Versionskontrolle für Mac-Entwickler auf den Markt gebracht. Ihr möchtet mehr über fournova und die Software Tower2 erfahren? Dann lest die Startup-Story auf unserem Blog.

Hallo Tobi, was genau macht fournova und wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Ursprünglich (vor vielen Jahren…) waren wir eine Software-Agentur. Eines der Tools, das wir in vielen Kunden-Projekten eingesetzt haben, war das Versionskontrollsystem „Git“. Und leider war es für einige uns (darunter auch für mich) furchtbar mühsam zu bedienen. Letztlich haben wir dann unser eigenes Problem gelöst: mit „Tower“ bieten wir seit 6 Jahren eine grafische Benutzeroberfläche für Git an. Wir vereinfachen damit den Arbeitsalltag von über 70.000 Software-Entwicklern auf der ganzen Welt, in Unternehmen wie Apple, Google oder Amazon.

Was sind die häufigsten Anwendungsfälle Eurer Kunden für die Tower Software? Kannst Du uns dazu etwas mehr erzählen?

Die Software-Entwicklung ist in den letzten Jahren immer komplexer geworden – vor allem, wenn man sie professionell betreiben möchte. „Tower“ verringert diese Komplexität ein Stück weit durch eine ordentliche Portion Usability, durchdachte Workflows und ein gutes Design. Allerdings nutzen viele Entwickler immer noch Git auf der Kommandozeile (also ohne grafische Oberfläche). Daran ist nichts falsch; die meisten unserer Kunden nutzen Git nämlich sowohl in „Tower“ als auch auf der Kommandozeile. Viele komplexe Workflows und Power-Features sind aber fast nur über ein Tool wie Tower wirklich nutzbar. Es geht also darum, produktiver zu werden und Fehler zu vermeiden – letztlich also ein besserer Software-Entwickler zu werden.

fournova_tower2

Nach einigen Jahren mit festen Büros in Stuttgart und Berlin arbeitet ihr mittlerweile als verteiltes Team von überall. Warum habt ihr Euch für diese Art zu arbeiten entscheiden und wie funktioniert das im Alltag?

Für uns steht ein „tolles“ Team an allererster Stelle. Und wir definieren „toll“ auf zweierlei Art: zum Einen müssen unsere Kollegen natürlich fachlich etwas auf dem Kasten haben. Erstklassige Leute sind schlichtweg sehr selten, gerade wenn man etwas so Exotisches und Komplexes macht wie wir (Desktop-Software auf macOS und Windows). Wir machen’s uns aber selbst noch ein bisschen schwerer, weil „toll“ für uns vor allem auch bedeutet, dass wir menschlich auf einer Linie sein wollen. Wir sind sehr stolz auf ein Team, in dem man sich gegenseitig vertraut, sich respektiert und einander hilft.

Diese Kombination – aus fachlicher Expertise und der richtigen Einstellung – findet man leider nicht alle auf einem Fleck im Herzen Baden-Württembergs. Wir müssen ein bisschen flexibel sein, was die Geographie betrifft.

Wenn du fournova nochmals gründen würdest, welche Entscheidung würdest du auf jeden Fall wieder so treffen und was würdest du anders machen?

Wenn ich fournova nochmal gründen würde, würde ich uns vielleicht schon früher noch mehr zutrauen. Wir sind in den ersten Jahren sehr bescheiden an viele Dinge rangegangen. Mittlerweile haben wir das „größer Denken“ ganz gut gelernt; ich glaube aber, man darf ruhig schon von Anfang an die großen Ideen und Visionen im Kopf haben.

Was ich auf jeden Fall wieder so machen würde ist mir ganz klar: wieder so gut ich kann Menschen um mich versammeln, denen ich vertraue und die ich respektiere. Denn wie der Autor Jim Collins so schön sagt: „For no matter what we achieve, if we don’t spend the vast majority of our time with people we love and respect, we cannot possibly have a great life.“

Vielen Dank für die spannenden Eindrücke hinter die Kulissen von fournova, Tobi! Viel Erfolg und alles Gute weiterhin!

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