Bartsch Gründertage – Auf Tuchfühlung mit den Spezialisten für IT- und Gesellschaftsrecht

Gastbeitrag von Carina Rappold

Sie sprühen vor Kreativität, Tatendrang und Unternehmergeist, aber eine gute Idee ist nicht genug. Jung-Unternehmer verheddern sich rasch in einem Dschungel aus Rechtsvorschriften, die es aus Gründen des Verbraucherschutzes, des Datenschutzes oder eines lauteren Wettbewerbs einzuhalten gilt. Gerade im IT-Bereich ist vieles im Fluss. Gut, wenn man da einen kompetenten Partner an seiner Seite weiß, dem man nicht erst erklären muss, was ein „Deep-Link“ oder ein „Lead“ ist – oder zumindest eine Idee hat, an wessen Klingel man läuten kann.

Um Berührungsängste abzubauen und jungen Startups in die Schuhe zu helfen, dafür haben Bartsch Rechtsanwälte die Bartsch Gründertage ins Leben gerufen. Auch bei der vierten Auflage am 03. März 2016 wurde es mit dreißig Jungunternehmern im Besprechungsraum der Stuttgarter Räumlichkeiten bald wohlig warm. Dabei konnten noch nicht einmal alle Anmeldungen berücksichtigt werden.

 

Zunächst stellte Andreas Leonhard von der Social Media Akademie die Superhelden des Online-Marketings vor. Dann gab Jenny Hubertus einen Überblick zu den rechtlichen Aspekten, den „10 Do’s und Dont´s des Online-Marketings“. Die Rechtsanwältin ist bei Bartsch Rechtsanwälte schwerpunktmäßig mit Fragen aus den Bereichen des Handels- und Gesellschaftsrechts sowie den Schnittstellen zu IT- und Datenschutzrecht auf der einen und Internet- und Social Media Recht auf der anderen Seite betraut. Neben der seit dem 09. Januar geltenden europäischen Verordnung über Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten (Verordnung (EU) Nr. 524/2013) und der obligatorischen Widerrufsbelehrung für Verbraucher waren sowohl die Impressumspflicht als auch die Datenschutzerklärung nach dem Telemediengesetz Thema. Gesichtspunkte, „von denen man schon einmal etwas gehört haben sollte“, sagte die Rechtsanwältin. Die Handhabung der Datenübermittlung ins nichteuropäische Ausland bleibt nach Safe Harbor und vor dem Private Shield nach wie vor unsicher. Die Expertin rät hier auf die Vereinbarung der EU-Standardklauseln zu bestehen – oder den Anbieter zu wechseln. Besonderes Interesse zeigten die Jungunternehmer an der Zulässigkeit von Werbung via Telefon, E-Mail oder auf Internetseiten. Hier werden neben den Regelungen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb auch Fragen des Markenrechts virulent.

Nach den Vorträgen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, den Experten im persönlichen Gespräch auf den Zahn zu fühlen, was auch rege genutzt wurde. Wem der Sinn nicht danach stand, konnte sich in gemütlicher Runde bei Sandwichs und Getränken mit anderen Startup-Unternehmern austauschen und Kooperationen schmieden.

Für alle, die dieses Mal entweder keine Zeit hatten oder keinen Platz ergattern konnten, folgt die nächste Gelegenheit im Sommer. Voraussichtlich am 07. Juli 2016 werden Bartsch Rechtsanwälte unter der Überschrift „Term Sheet-Verhandlungen – So bezwingt man den Löwen!“ eine Verhandlung zwischen einem Startup-Unternehmen und einem Investor, beide unter anwaltlicher Beratung, simulieren und Jungunternehmern damit einen Einblick in Strategie und Vorbereitung gewähren. Nähere Informationen hierzu werden zeitnah auf der Bartsch Webseite zur Verfügung stehen.

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Carina Rappold ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kanzlei Bartsch Rechtsanwälte Part mbB in Stuttgart. Die Kanzlei Bartsch Rechtsanwälte Part mbB berät und begleitet technologieorientierte Jungunternehmen umfassend, von der Gründung über die Umsetzung internetbasierter Geschäftsmodelle bis hin zum Exit. Zugleich ist die Kanzlei als strategischer Gesellschafter bei Accelerate Stuttgart involviert.

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