In 9 Stufen zum Erfolg – Level 8

In 9 Stufen zum Erfolg – Level 8

Ein Gastbeitrag von Mag. Roman Kmenta

8. Level: Gewonnen wird das Match zwischen den Ohren

Sie haben sich dazu entschlossen, ein Unternehmen zu gründen. Gerade in der ersten Zeit ist es hier wichtig, eine Basis zu schaffen, auf der Sie aufbauen können. Wenn Ihr Unternehmen auf einer unsicheren Basis steht, wird es vielleicht kurzfristig gut dastehen, jedoch könnte es irgendwann zu schwanken beginnen. Was es dazu braucht, dass Sie Ihre Basis stabilisieren, habe ich für Sie in Form einer Pyramide zusammengefasst.

In dieser 9-teiligen Blogserie verrate ich Ihnen, worauf Sie unbedingt achten sollten, um Ihr Business von Grund auf stabil aufzubauen. In Teil 1 haben wir uns der Basis der Pyramide – und der Basis Ihres erfolgreichen Business– gewidmet: den Zielen und Visionen. Die zweite Stufe bildet die Positionierung. Ohne gute Positionierung gibt es keine guten Kunden. In Teil 3 der Blogserie habe ich beschrieben, wie Sie aus Ihren Leistungs-Komponenten ein gutes Paket schnüren. Gute Voraussetzungen, um sich dem nächsten Level zu nähern: den Prozessen in Verkauf und Marketing. Im fünften Teil folgte die Präsentation nach Außen, für die all die vorangegangenen Pyramidenlevel eine fundamentale Basis bilden. In Teil 6 haben wir die Wichtigkeit des Personalmanagements angeführt, was Sie hier nachlesen können. Der Spitze der Pyramide immer näher rückend, bestreiten wir mit dem „Erfolgsfaktor Delegieren“ die siebte Stufe.

Dem Ziel auf Stufe Acht schon sehr nahe, betrachten wir auf diesem Level die unglaublich wichtige Persönlichkeitsbildung, ohne die keine gute Geschäftsbildung funktioniert. Warum, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Geschäftsentwicklung braucht Persönlichkeitsentwicklung

Nachdem wir nun einiges über Marketing und Verkauf erfahren haben, lassen wir diese mal für einen Moment außen vor. Selbstverständlich sind diese beiden Bereiche enorm wichtig, jedoch gibt es etwas, was für Ihr Unternehmen/ Ihr Business noch viel bedeutender ist: Das, was in Ihrem Kopf vorgeht, also Ihre Persönlichkeit, Ihre Persönlichkeitsentwicklung.

Warum ist dieser Punkt so substanziell? Weil Sie an sich selbst arbeiten und in Ihrer Persönlichkeit gefestigt sein müssen, um nicht immer und immer wieder am selben Punkt zu scheitern. Fühlen Sie sich vielleicht angesprochen? Dann kümmern Sie sich zuerst um Ihren wichtigsten Kunden: sich selbst!

Der größte Mechanismus für Ihr Business liegt nicht im Marketing, im Verkauf, der Mitarbeiterführung oder im Controlling. Das wichtigste Rädchen ist immer noch der Mensch, also Sie! Das, was Sie denken und glauben, ist der springende Punkt. Über sich, Ihre Kunden, Ihre Branche, den Markt, die Welt. Ihr Denken formt Ihre Glaubenssätze und bestimmt Ihr Verhalten. Und Ihr Verhalten hat eine unmittelbare Auswirkung auf Ihr Geschäft.

DER Hebel für Geschäftsentwicklung = Formung der Persönlichkeit

Nicht ausschließlich, jedoch speziell als selbstständiger Dienstleister oder Berater jeglicher Art ist die Kraft dieses Hebels besonders stark, weil Sie selbst „das Produkt“ sind. Lassen Sie diesen Punkt niemals außer Acht – ein Faktor, den ich in meinen Vorträgen und Seminaren immer wieder feststelle. Also: Sie selbst sind enorm wichtig. Überzeugen Sie sich immer wieder davon!

Natürlich sind die Vorgänge, die zwischen den Ohren des Chefs oder der Chefin in Unternehmen, als Führungskräfte in Vertriebsorganisationen „rattern“, bedeutsam. Nachdem die solide Basis – aufbauend auf dem Modell der Erfolgspyramide – geschaffen wurde, geht es an das Feintuning, das für den Einfluss auf den Ertrag eine unmittelbar hohe Einwirkung hat. Denn: Ohne Persönlichkeitsentwicklung keine Geschäftsentwicklung.

Beispiele für mangelnde Persönlichkeitsentwicklung

Ich nenne Ihnen nachfolgend ein paar Beispiele zu Varianten und Auswirkungen der Gedanken in der Persönlichkeitsentwicklung. Vielleicht erkennen Sie sich selbst in dem ein oder anderen Beispiel wieder, wenn nicht: Gratulation zu Ihrer Einstellung!

  • Das kleine aber unglaublich starke Wort „Nein“. So geht es einem Trainer, dem es schwer fällt NEIN zu Kundenanfragen zu sagen. Was passiert?  Er arbeitet rund um die Uhr und verdient trotzdem nicht genug, um davon vernünftig leben zu können.
  • Eine Klientin, die sich nicht traut mehr als 1.000 € Beratungstagessatz zu verlangen. Sie denkt, Ihre Kunden würden das nicht bezahlen. Die Marktdaten belegen das Gegenteil.
  • Basierend auf seinen Lebenshaltungskosten legt dieser Fotograf sein Einkommensziel fest und ist verwundert darüber, dass sein Geschäft nicht boomt.
  • Konkurrenzangst: Aus Angst davor, diese in den eigenen Reihen zu finden, entscheidet sich eine Führungskraft immer wieder – unbewusst – für „schwache“ Mitarbeiter, die für die eigene Position nicht „gefährlich“ werden können und schwächt so die ganze Organisation enorm.
  • Angst vor Kritik seitens der Öffentlichkeit, die einen weiblichen Coach daran hindert, sich stärker nach außen zu präsentieren, was Ihrem Geschäft durch mangelnde Sichtbarkeit und Reichweite enorm schadet.
  • Ein Klient aus dem Kreativbereich, der freudenstrahlend berichtet, eine Absage für ein Projekt in Höhe von 25.000 Euro erhalten zu haben, sich aber dennoch freut, nun Angebote über „derart hohe Summen“ machen zu können. Vorher war das für ihn mental schwierig, so hohe Summen in ein Angebot zu schreiben.
  • Zweifel an der eigenen Expertise: Der Redner oder Keynote Speaker, der den angemessenen Betrag für einen Vortrag einfach nicht über die Lippen bringt und dann doch um 1.500 Euro weniger verlangt als er eigentlich wollte.
  • Ein Unternehmer, der zusieht wie seine Umsätze laufend schwinden und weiß, dass er seinen Betrieb komplett umstellen müsste, aber es nicht macht, weil er das „Alte“ und scheinbar „Bewährte“ nicht loslassen kann.

Diese Liste an Ausreden, Denkmustern, Ängsten und Verhaltensgewohnheiten ließe sich endlos weiter ausführen und täglich erlebe ich neue –bei meinen Klienten und Kunden, aber auch wenn ich einfach selbst als Kunde mit offenen Augen und Ohren einkaufen gehe.

Wollen Sie tiefer in die Materie eintauchen und Ihren persönlichen Selbstcheck zur Selbstsabotage machen? Lesen Sie hier über Erfolgsblockaden und wesentliche Ängste, die den Geschäftserfolg verhindern und lernen Sie diese anhand von konstruktiven Tipps zu überwinden.

Wir müssen uns unseren Ängsten stellen.

Ängste sitzen in uns. Manchmal schon lange, manchmal auch sehr tief. Sich seinen Ängsten zu stellen, an sich selbst zu arbeiten und sich in seiner Persönlichkeit somit weiterzuentwickeln, fällt sehr vielen schwer. Stattdessen wird viel lieber an anderen „Baustellen“ gearbeitet.  Neue Strategien, neue Theorien, die endlich den entscheidenden Durchbruch bringen sollen und uns Hoffnung geben, dass nun alles besser wird. Bis wir draufkommen: Es hat sich nichts geändert. Und warum? Weil wir noch immer dieselben sind.

Wenn wir auf diesem Prinzip ein Haus bauen würden, hieße das, wir versuchen Mauern oder auch ein Dach auf ein nicht vorhandenes oder sehr instabiles Fundament zu setzen. Wird das funktionieren? Wohl eher nicht.

Fangen Sie mit Ihrer Persönlichkeitsentwicklung an bevor Sie Ihr Geschäft entwickeln!

Statt daher ständig zu versuchen seine Vertriebs- und Marketingstrategien zu verbessern, ist es – je nach persönlicher Situation – oft viel sinnvoller und effektiver zuerst an sich selbst statt am Business zu arbeiten.

In den meisten Fällen stoße ich bei selbstständigen Beratern, Dienstleistern aber auch Unternehmern und Führungskräften auf Zustimmung, wenn ich diese Idee in den Raum werfe. Wenn man nämlich mal die Hürde des Eingeständnisses hinter sich gebracht hat, selbst das größte Hindernis für den nächsten geschäftlichen Quantensprung zu sein, ist das Meiste schon gewonnen.

An Verkauf und Marketing zu arbeiten ist weniger schmerzhaft und auch einfacher. Doch diesen „leichteren“ Weg zu gehen ist längerfristig fatal – für Sie selbst und damit auch für Ihr Geschäft.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre Entwicklung.

Ihr

Roman Kmenta

© Matern

Autor, Berater und Keynote Speaker

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international tätig. Er berät Unternehmen und Unternehmer zu den Themen Verkaufs- und Marketingstrategien für höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge. Roman Kmenta folgen auf FacebookTwitterXINGGoogle+LinkedIn

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