Innovation: Friendsfactory by etventure und ihr Format zur Unterstützung von Startups

Innovation: Friendsfactory by etventure und ihr Format zur Unterstützung von Startups

Vergangene Woche haben wir uns mit Laura Kohler (Geschäftsführerin der etventure-Tochter European Innovation Hub) und Gregor Gebhardt, (Geschäftsführer der Friendsfactory) über das gemeinsame Projekt, die “Friendsfactory by etventure” unterhalten, die mit ihren Community Workspaces ab sofort mit dem ersten Standort in München neu durchstarten. Im Rahmen dessen haben sie uns erzählt, was sie mit dem Format vorhaben und wie sie damit zukünftig auch gezielt Startups unterstützen möchten. Hier in unserem Blog stellen wir Euch die Friendsfactory by etventure und die Hintergründe näher vor. 

Hallo Laura, etventure ist kürzlich in das Coworking-Geschäft eingestiegen und wird ab sofort, gemeinsam mit Gregor, die Friendsfactory by etventure vorantreiben. Was macht die Friendsfactory by etventure Deiner Meinung nach so besonders?

Zunächst einmal sind wir nicht ins Coworking-Geschäft eingestiegen. “Friendsfactory by etventure” ist ein Innovation-Hub für Startups und Unternehmen. Wir bieten zum einen moderne Office-Räume, offene Arbeitsbereiche mit entsprechenden Rückzugsmöglichkeiten, verbunden mit – und das ist das Besondere – einer geführten Community mit allen Vorteilen eines Accelerators, aber ohne die konkrete Bindung, etwa durch Equity-Abgabe.

Friendsfactory und etventure verknüpfen das Beste aus zwei Welten. Gregor bringt mit der Friendsfactory mehr als 12 Jahre Markterfahrung in der Bürovermietung und ein Mieternetzwerk von 1.600 Startups und Unternehmen mit, die etventure-Gruppe wiederum Expertise in der Digitalisierung von Unternehmen, über Company Building und Startup-Acceleration bis hin zur Ausbildung von digitalen Unternehmern. Für Mitglieder und Mieter der “Friendsfactory by etventure” erschließt sich damit ein gigantisches Netzwerk aus Unternehmen sämtlicher Branchen, Partnern aus Wissenschaft und Forschung wie dem Fraunhofer Institut sowie Politik und Startups.

Friensfactory Header

Anders als bei klassischen Coworking-Konzepten möchtet ihr Euch besonders auf die Unterstützung von Startups fokussieren. Welche konkreten Services bietet ihr den Teams neben den Büroflächen?

Wir sind Coach, Mentor und Vermittler. In den ersten beiden Funktionen unterstützen wir die Startups beim Aufbau ihres Geschäftsmodells und beschleunigen das Wachstum – das kann bei Konzept- und Business-Modell-Entwicklung anfangen und reicht über Meilenstein-Planung, User-Testing, Prototyping, Team Building bis hin zu Marketing, Vertrieb und Finanzierungsfragen. Als Vermittler bauen wir Brücken zwischen Corporates und Startups. Wir haben vor kurzem zusammen mit der GfK eine Studie durchgeführt, die leider bestätigt, dass die Zusammenarbeit bisher über die Vernetzung einzelner Mitarbeiter selten hinaus geht. Das ist auch nicht verwunderlich: Wenn Unternehmen und Startups zusammenarbeiten, prallen oft Welten aufeinander. Das fehlende Verständnis für die jeweils andere Seite stellt ein großes Hemmnis dar und kann Kooperationen mitunter schon im Keim ersticken. Wir vermitteln und moderieren zwischen den unterschiedlichen Parteien, sodass durch eine gezielte Zusammenarbeit gemeinsame Ergebnisse in Form von Prototypen und Geschäftsmodellen entstehen. Dabei helfen uns natürlich unsere weitreichenden Kontakte innerhalb der internationalen Startup-Szene, verknüpft mit der Erfahrung von etventure in der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten für Mittelstand und Konzerne. Wir hören nicht bei der Vernetzung auf, sondern verstehen uns auch als inhaltlicher Accelerator für die Geschäfte unserer Mitglieder und Mieter.

Friendsfactory_Muenchen

Gregor, mit Eurer Aussage, dass Coworking tot ist, habt ihr in der Community für einige Aufregung gesorgt. Was genau steht hinter der Aussage und was möchte die Friendsfactory anders als andere Coworking Spaces machen?

Viele Dinge, die wir anders machen wollen, wurden ja bereits von Laura genannt. In den gesamten 12 Jahren, die ich mittlerweile die Friendsfactory leite, haben sich zwei Themen herauskristallisiert und immer wieder bestätigt: Community ist der Kern, aber wir müssen eine aktive Rolle als Vermittler übernehmen, alles andere ist Zufalls-Community. Das ist nett, aber selten von konkretem Mehrwert für das Geschäftsmodell. Der andere Punkt: Wo gearbeitet wird, muss man auch mal die Tür zumachen können. Und das ist keine einfache Behauptung, wir haben im Vorfeld der Gründung des Joint Ventures “Friendsfactory by etventure” potentielle Mieter, also Startups und Unternehmen, unter anderem zum Thema Coworking befragt. Zu den häufigsten Antworten zählt: Coworking-Spaces sind zu laut und bieten zu wenig Raum für spontane Besprechungen, haben kaum verfügbare und schalldichte Rückzugsmöglichkeiten für Telefonate. Man kann sein Geschäftsmodell auch nicht unter zig Leuten im gleichen Raum ernsthaft auf- und ausbauen und schon aus diesen Gründen ist unserer Ansicht nach das derzeit oft praktizierte Coworking kein Arbeitsmodell der Zukunft.

Mich hat die fast schon reflexartige Gegenreaktion der Coworking-Anbieter aber auch überrascht. Es ist ja nicht so, dass sich auch andere Anbieter ähnliche Gedanken machen und ihr Angebot weiterentwickeln – von der Vernetzung der Mieter bis hin zum Büroangebot. Unser Konzept ist die Zukunft und gerade weil wir die Erfahrung der Friendsfactory mit der von etventure bündeln, sind wir in der Lage es exzellent umzusetzen.

Vielen Dank Laura und Gregor für die interessanten Einblicke hinter die Kulissen der Friendsfactory by etventure und viel Erfolg mit dem Konzept!

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Disclaimer: etventure ist seit Kurzem Mehrheitseigner der Accelerate Stuttgart GmbH.

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