Startup der Woche: smoope mit ihrer Messaging as a Service Technologie

Startup der Woche: smoope mit ihrer Messaging as a Service Technologie

smoope ist unser Stuttgarter Startup der Woche. Das Team um Eleftherios Hatziioannou und Halil Mandal bietet Messaging-Technologie für Unternehmen als Saas-Modell an. Ihr möchtet mehr über smoope erfahren? Dann lest hier unsere Startup-Story der Woche.

Hallo Lefti, was genau macht smoope und wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Wir wollten eigentlich „nur“ Halil’s Problem als Mobilfunkshop-Betreiber lösen. Er suchte nach einem Weg, seine Kunden stärker an sich zu binden und sich besser im Kontext von E- und M-Commerce zu positionieren. Zugleich kam es zu immer mehr Beschwerden am Point-of-Sale, z.B. über lange Wartezeiten und schlechte Service-Erfahrungen im Zusammenhang mit Hotlines. Nach einer mehrmonatigen Pilotphase mit ausgewählten Shops und aufgrund des positiven Nutzer-Feedbacks war klar, dass wir wohl den Nerv der Zeit getroffen hatten. Danach haben wir es einfach angepackt und das Produkt über die letzten 2,5 Jahren zusammen mit unseren Unternehmenskunden weiter entwickelt. Heute bieten wir konkret „Messaging as a Service“, d.h. Unternehmen beziehen von uns Messaging-Technologie, die sie für sehr unterschiedliche Use Cases einsetzen können. Schnittstellen für die Integration in bestehende Prozesse, In-App Messaging und Bots sowie hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards runden unser Angebot ab.

Welche Anwendungsfälle sind für Eure Kunden derzeit am interessantesten? Kannst Du uns dazu etwas mehr erzählen?
Als wir angefangen haben im Jahr 2013 war noch nicht abzusehen, wie sich das Thema entwickeln wird – besonders im Kontext von Unternehmen. Dank der rasanten Entwicklung von WhatsApp, WeChat, Facebook Messenger, Telegram und auch Slack und Co steht Messaging aktuell ganz oben auf der Agenda vieler Unternehmen, die ihre Kommunikation zeitgemäßer gestalten wollen. Einfache und effiziente Kommunikation ist ein Thema für sehr viele interne und externe Bereiche: Vom Kunden- und Bewerberdialog bis hin zu interner Kommunikation und Kollaboration über den firmeneigenen Messenger decken wir sehr vieles ab. Unsere Stärke liegt darin, dass wir jedem Unternehmenskunden genau das anbieten können, was er braucht: Kleinere und mittlere Unternehmen, mit oftmals geringeren Budgets, können sich schnell und einfach der bestehenden smoope-Plattform anschließen; andere, oftmals größere Unternehmen wünschen sich hingegen eigene/ massgeschneiderte Lösungen, die sie ganz tief in ihre Kernprozesse integrieren können.

smoope_App

Bisher seid ihr ja ein eher kleines Team, aber durch das HTGF Funding vor knapp 2 Jahren schon richtig weitergekommen. Was ist derzeit Eure größte Herausforderung?
Es ist richtig, dass wir ein relativ kleines Team sind für das, was wir stemmen. Wir haben uns aber – auch Dank des Seed-Investments durch den HTGF und die Beteiligung weiterer Business Angels – personell schon verstärkt. So haben wir beispielsweise ein absolut Weltklasse-Entwicklerteam aufgebaut. Für uns hat es sich zudem bewährt, neben unserem Kernteam ein Netzwerk an vertrauenswürdigen Partnern aufzubauen und zu pflegen, auf das wir jederzeit zurück greifen können. Das betrifft sowohl Vertriebskooperationen als auch die technische Entwicklung, in der uns bei Projektspitzen ausgewählte Freelancer unterstützen. Das ist übrigens auch der Pool, aus dem wir letztlich unser Team gezielt verstärken, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Unsere größte Herausforderung ist sicherlich, dass mittlerweile viel Bewegung im Markt ist – man könnte auch sagen, dass es sich um einen regelrechten Hype handelt. Beispielsweise werden wir oft mit WhatsApp über einen Kamm geschert und dann kommt schnell die Frage auf, ob wir auch 1 Mrd aktive Nutzer vorweisen können. Wer diese Frage stellt, hat leider nicht ganz verstanden, was wir genau anbieten. Das heisst wiederum, dass wir wohl keinen guten Job gemacht haben, wenn es darum geht, uns klar im Markt zu positionieren. Daran arbeiten wir aber bereits und sehen allein mit der seit Anfang des Jahres neu formulierten Positionierung (Messaging-as-a-Service) erste Erfolge.

Wenn Du smoope nochmals gründen würdest, welche Entscheidung würdest Du auf jeden Fall wieder so treffen und was würdest Du anders machen?
Ich denke, dass wir über die Zeit sehr viele Fehler gemacht haben, aber diese auch immer schnell „ausgebügelt“ haben. Wir stehen heute da, wo wir sind, weil wir einen kontinuierlichen Iterationsprozess durchlaufen haben. smoope ist über die letzten 2,5 Jahre sukzessiv gewachsen und wir sind heute in einem verdammt spannenden und dynamischen Markt, in dem wir viel Erfahrung gesammelt haben und den wir optimal bedienen können. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendjemand über Messenger und Bots spricht, was sich auch in den Inbound-Anfragen widerspiegelt. Rückblickend hätten wir manche Entscheidungen noch schneller treffen müssen. Hätten wir von Anfang an auf unsere Kunden gehört, hätten wir wohl viel früher unser heutiges Produktportfolio entwickelt, denn genau danach wurde vom ersten Tag an gefragt – konkret ging es darum, dass sich die smoope Plattform nicht für jeden Kunden/ Use Case eignete, sondern weitere Möglichkeiten geschaffen werden mussten, z.B. In-App Messaging, Stand-alone Lösungen. Was ich wieder genau so entscheiden würde? Gemeinsam mit einem vertrauenswürdigen Co-Founder zu gründen, der komplementäre Stärken mitbringt. Es war für mich absolut hilfreich, gerade in schwierigen Phasen und Entscheidungen jemanden an meiner Seite zu haben, mit dem ich kontrovers diskutieren konnte, um am Ende eine gute Entscheidung zu treffen. Es ist außerdem wie beim Tandem fahren: mal ist der Eine am Zug, mal der Andere, aber immer geht es vorwärts. Ich bin sehr dankbar für mein Team.

Vielen Dank Lefti für diese spannenden Antworten und weiterhin viel Erfolg mit smoope!

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