Corporate Innovation: Arena42 und ihr Förderprogramm für Gründer und Teams

Vergangene Woche haben wir uns mit Alexandra Rudl, Leiterin Innovationsprogramme bei der bwcon GmbH und Initiatorin von Arena42 unterhalten, einem Förderprogramm, das die bwcon aktuell gemeinsam mit SOTEC ausschreibt. Im Rahmen dessen hat uns Alexandra erzählt, was sie mit der zweiten Runde der Arena42 vorhaben und wie sie mit dem Programm angehende Gründer und Teams begleiten möchten. Hier in unserem Blog stellen wir Euch Arena42 und die Hintergründe näher vor. 

Mittlerweile läuft bereits die zweite Runde der Arena42 in Stuttgart. Anders als in der ersten Runde geht es nun um die gezielte Förderung von interessierten Gründern, die nicht unbedingt schon eine Idee zum Programm mitbringen müssen. Was genau steckt hinter Arena42 und was sind die Besonderheiten Eures zweiten Programms?

Arena42 ist aus der Erfahrung heraus entstanden, dass immer wieder Gründer zu uns in die Beratung kommen, die vielversprechende Ideen haben und sehr motiviert sind, allerdings keinen Techie im Team haben. Ohne einen ersten Prototyp ist es schwierig eine Finanzierung zu bekommen. Daher unterstützen wir mit Arena42 angehende Gründer nicht nur mit Business-Mentoring sondern auch bei der technischen Umsetzung ihres Geschäftskonzepts. Dabei setzen wir auf die Stärke unseres bwcon Netzwerks. Hier haben wir einige Softwareunternehmen, die Interesse an einer Kooperation mit (angehenden) Gründern haben und die bereit sind, diese bei der Umsetzung ihres technischen Konzepts zu unterstützen. So ist Arena42 quasi als Plattform zu verstehen, in der wir als bwcon gemeinsam mit Softwareunternehmen Gründerteams auf dem Weg von der Idee zum Produkt begleiten.

Die zweite Runde führen wir gemeinsam mit dem Stuttgarter Software- und Hardwareunternehmen SOTEC durch. Der Geschäftsführer von SOTEC, Florian Holz, war bereits in der ersten Runde als Jury-Mitglied und Mentor dabei. Gemeinsam haben wir beschlossen, dass wir mit der zweiten Runde ganz gezielt angehende Gründer ansprechen möchten. Denn wir sind uns einig, dass der Erfolg einer Gründungsidee vor allem von den beteiligten Personen abhängt und wie diese die Idee umsetzen. Daher ist die Bewerbung für Arena42 dieses Mal personenzentriert, sprich wir möchten herausfinden, was die unternehmerische Motivation der Bewerber ist und wie sie ein Gründerteam zum „winning team“ machen.

Was ist Dein Fazit aus der ersten Runde der Arena42? Gibt es Punkte, die ihr definitiv so weiter betreiben werdet? Wo habt ihr gemerkt, dass ihr einen anderen Weg einschlagen müsst?

Die erste Runde war quasi unser eigener Prototyp. Was wir auf jeden Fall so weiter betreiben werden, ist die technische Unterstützung für die Teams. Denn das ist ja schließlich die Besonderheit von Arena42. Es wird aber auch einige Neuerungen geben. Dass wir den Fokus auf angehende Gründer legen, hatte ich ja schon erwähnt. Zudem werden wir den Coaching-Prozess verändern. Wir möchten hier viel individualisierter vorgehen. Es wird nicht mehr wie in der ersten Runde jeden Freitag ein Business Training zu einem vorgegebenen Thema geben. Stattdessen schauen wir am Anfang von Arena42 wer welche Mentoring-Bedarfe hat und dann erhalten die Teams entsprechende Beratung durch uns, SOTEC oder unsere Netzwerkpartner. Auch die Dauer des Programms ist nicht mehr vordefiniert. Während die erste Arena42 Runde noch auf drei Monate ausgelegt war, bieten wir dieses Mal eine Begleitung von bis zu zwei Jahren an. Auch das hängt individuell von den Teams, dem Geschäftskonzept und dem zukünftigen Produkt ab. Schließlich ist das Idea Camp noch eine große Neuerung. Von 23.-25. September sind wir mit bis zu 20 Bewerbern in der kreativen Umgebung der Macromedia Hochschule und widmen uns hier dem Thema Ideengenerierung und Teambuilding. Am Ende des Idea Camp werden die Teams feststehen, mit denen wir im Rahmen der zweiten Arena42 Runde weitermachen.

Wo gibt es aus Deiner Sicht noch Nachholbedarf in Stuttgart in Sachen Gründerförderung und Community? Welche Entwicklungen möchtest Du in den kommenden Jahren sehen bzw. konkret mit der Arena42 vorantreiben?

Für mich ist die Kooperation zwischen etablierten Unternehmen und Gründern ganz klar ein Fokusthema. Und zwar als Kooperation auf Augenhöhe! Wir haben hier in Stuttgart so viel Potential, das wir noch lange nicht ausschöpfen. Mit Arena42 möchten wir dazu einen Beitrag leisten. Einerseits indem SOTEC als etabliertes Unternehmen mit Kunden aus der Produktion und dem Automobilsektor Umsetzungspartner für die Gründerteams ist. Andererseits binden wir auch Initiativen etablierter Unternehmen aus dem bwcon-Netzwerk in das Programm ein. Dazu gehört beispielsweise die von unserem Mitglied Festool initiierte Blue Ocean Group. Hier treffen sich regelmäßig Vertreter aus etablierten Unternehmen, um sich über agile Methoden zur Exploration neuer Geschäftsfelder auszutauschen. Wir als bwcon sehen hier großes Potential diese mit den Gründern aus Arena42 zusammenzubringen, da die Wege, die beide beschreiten durchaus Parallelen vorweisen. Entstehen können dadurch ganz unterschiedliche Dinge – sei es ein Austausch zu Methoden, gemeinsame Projekte oder strategische Kooperationen.

Vielen Dank Alexandra für den spannenden Einblick hinter die Kulissen von Arena42 und weiterhin viel Erfolg Euch!

 

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